Waldorfkindergarten

Stahnsdorf

In zwei Häusern beherbergt der Standort zwei Familiengruppen (2 Jahre bis Schuleintritt), die Weidenkätzchen- und die Zwergengruppe. Jedes Haus hat seinen eigenen Gartenbereich.

Den Vormittag verbringen die Kinder in ihren jeweiligen Gruppen und werden nach dem Mittagsschlaf in einer Nachmittagsgruppe zusammengeführt. Durch den Aufbau von bindungsstarken Beziehungen zu allen Pädagogen, geben wir den Kindern die nötige Sicherheit zum Überschreiten der Schwelle in den Nachmittag.

Im Kräutergarten der Weidenkätzchengruppe erleben die Kinder den Kreislauf der Natur vom Sähen, Pflegen und Ernten, bis hin zur Verarbeitung zu Kräuterbutter, Pesto, Kräutersalz und Kräuterseifen.

In unserer kleinen Kindergartenimkerei lernen die Kinder von einer Pädagogin, die auch Imkerin ist, den Jahreslauf der Bienen kennen. Neben der Pflege des Bienenvolkes über das ganze Jahr, dem Arbeiten mit Bienenwachs und dem Schleudern des Honigs als Höhepunkt des Bienenjahres, lernen unsere Schulanfängerkinder in der „Bienenschule“ imkerliche Tätigkeiten kennen und handwerklich auszuführen. An der offenen Bienenstadt sind die Kinder von der Wärme, den Gerüchen, dem Summen und der Emsigkeit der Bienen tief beeindruckt.

In unserer „Wilden Küche“ haben die Gruppen die Möglichkeit auf einem Ofen ein Feuer zu entfachen, dieses zu beherrschen und zu kochen. Die Kinder erlernen die „Feuerregeln“ und sammeln, sägen und hacken das Holz. Unsere Schulanfängerkinder kochen Suppe oder braten Gemüse und übernehmen so immer mehr Verantwortung. Mit gebotener Vorsicht, verantwortungsvoll und bewusst ein Feuer zu schüren und auf diesem für die Kindergartengruppe ein Essen zuzubereiten – ohne dass das Feuer ausgeht oder das Essen anbrennt – ist eine große Herausforderung, vor der die Kinder jedes Jahr aufs Neue Respekt haben und nach dessen Bewältigung wir alle die nährenden Kräfte des Feuers, der Speisen und der Gemeinschaft genießen.

Am Nachmittag bieten wir den Kindern an, sich in der alten Handwerkstechnik des Filzens zu üben. Neben der Anregung der unteren und mittleren Sinne, erleben sie die Verwandlung der Wolle und erfreuen sich über die selbst hergestellten Produkte, wie Bälle, Schlangen, Schnecken uvm.

Die hier vorgestellten Kulturpädagogiken individualisieren unsere Gruppen und verbinden sie gleichermaßen. Sie führen uns alle in einen sinnvollen Zusammenhang miteinander und mit der Natur, so dass sich jeder in unserem Waldorfkindergarten naturgemäß frei und geborgen fühlen kann.

 

 

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